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Windows von USB Stick installieren

Da in Zeiten von Netbooks die ohne optischen Datenträger auskommen (müssen) häufiger die Frage nach einer Installation von USB Stick auftaucht und hier oftmals auf irgendwelche Tools wie z.B. WinSetupFromUSB hingewiesen wird, möchte ich kurz auf eine viel einfachere Methode mit Windows Boardmitteln verweisen.

Wir benötigen lediglich ein Image oder die Installations CD des gewünschten Betriebssystems und ein lauffähiges Windows um die Daten auf den Stick zu schieben.

1. Den Stick einstecken (Er sollte natürlich groß genug sein um die Daten zu fassen, also mindestens 4GB)
2. In die Kosole gehen (Start – Ausführen – CMD oder Windows+R – CMD) und diskpart eingeben und bestätigen
3. Im neuen Fenster list disk eingeben und bestätigen
4. im gleichen Fenster nun select disk x eingeben und bestätigen (x steht hier für die Nummer die der USB Stick zugewiesen bekommen hat. Falls der Stick als Datenträger 3 angezeigt wurde muss hier also select disk 3 eingegeben werden)
5. clean eingeben und bestätigen
6. create partition primary eingeben und bestätigen
7. select partition 1 eingeben und bestätigen
8. active eingeben und bestätigen
9. format fs=fat32 eingeben und bestätigen
10. assign eingeben und bestätigen
11. exit eingeben und bestätigen
12. Nun das Image oder den CD Inhalt vollständig auf den Stick kopieren.

Wir haben nun ein vollständiges Installationsmedium erstellt und müssen an der Ziel Station lediglich die Bootreihenfolge so anpassen dass USB als erstes Bootmedium abgefragt wird.

Prüfsumme (Checksum) berechnen

Mithilfe von Prüfsummen (Checksum) kann man feststellen ob eine Datei verändert wurde und somit evt. schädlicher Code hineingelangt ist. Alle renomierten Entwickler stellen die Checksum ihrer Anwendung bereit doch oftmals sind die Offiziellen Download Server nicht die schnellsten. Um dennoch sicherzugehen dass es sich um das gewünschte Produkt handelt kann man eben diese Checksum prüfen. Zur Berechnung der Prüfsummen gibt es unterschiedliche Verfahren. Die zwei die man am häufigsten antrifft sind MD5 und CRC32

Mein favorisiertes Tool dass sich bei Wunsch auch direkt ins Kontextmenü schreibt und per rechtsklick die MD5 Prüfsumme berechnet ist Hashtab 3.0. Das Programm ist Windows und Mac kompatibel.

Hashtab ist zu finden auf beeblebrox.org.

Das zweite Tool, AmokSVF, übernimmt prinzipiell die gleiche Aufgabe hat sich aber hauptsächlich auf das Überprüfen der *.SFV Dateien (also CRC32) spezialisiert. Diese Dateien werden hauptsächlich genutzt bei Downloads die von anderen Computerbenutzern selbst zusammengestellt wurden.

AmokSVF kann allerdings auch die MD5 128bit Schlüssel berechnen daher sollte es erste Wahl sein wenn man beide Prüfsummen benötigt. Man findet das Programm bei Amok.

Großer Vorteil ist auch dass so direkt evt. beschädigte Dateiteile direkt erkannt werden und neu geladen werden können.

Abschliessend muss man allerdings eingestehen dass MD5 Schlüssel nicht unbdingt das NonPlusUltra sind was Sicherheit angeht da sie mittlerweile mit geringem Aufwand gefälscht oder verändert werden können dank Tools wie z.B. dem MD5 Hasher. Stichwort hierzu ist MD5 Kollision. Einige Beispiele von unterschiedlichen Programmen mit gleicher Checksum und eine Erklärung dieses Exploits ist hier zu finden.

Wer sich gerne weiter über dieses Thema informieren möchte dem kann ich die The H Securtiy nahelegen. Einige zwar bereits etwas ältere Artikel aber sehr anschaulich erklärt.

ForceBindIP – Netzwerkkarten an Anwendungen knüpfen

Wenn man ausser seiner physikalischen Netzwerkkarte noch mit virtuellen Adapter von z.B. VMWare arbeitet und dann über Hamachi oder eine andere VPN Tunnel Lösung noch weitere virtuelle Adapter installiert kann es vorkommen dass es nicht mehr ausreicht die Abfragereihenfolge der Adapter festzulegen. Bestimmte Anwendung sind irritiert und greifen sich unter Umständen den falschen Adapter und können somit nicht die gewünschte Verbindung herstellen.

Das Problem ist aufgetaucht als wir über Hamachi eine nostalgische Runde Starcraft (wohlgemerkt 1) zocken wollten und eben genau auf dieses Problem stiessen. Abhilfe schafft hier ein kleines Tool namens ForceBindIP dass es ermöglicht einer Anwendung einen Netzwerkadapter zuzuweisen.

Das Programm besteht aus einer Exe und einer DLL die ins System32 Verzeichnis kopiert werden muss.
Anschliessend wird eine neue Verknüpfung erstellt zu der Anwendung die gestartet werden soll (in unserem Beispiel Starcraft) und als Parameter die IP Adresse des entsprechenden Adapters (also der Netzwerkkarte).

Das ganze könnte dann so aussehen:
C:\Windows\System32\ForceBindIP.exe 5.111.254.220 E:\starcraft\starcraft.exe

Anschliessend diese Verknüpfung starten und das Programm hat einen fest zugewiesenen Adapter.

manuelles Decoding

Ich hatte heute das Problem dass mein Usenet Client Alt.Binz leider einige größere Downloads zwar anstandslos heruntergeladen hat aber sich beim Decoding aufhing. Zuerst fiel es mir gar nicht auf nur als dann die Downloads ständig pausiert wurden musste ich nach dem Fehler suchen.

Die Ursache für das Pausieren der Downloads war dass der Temp Ordner volllief. AltBinz hat also die *.Part Dateien schön in den Temp Ordner geschoben, sie dort aber nicht dekodiert und somit nicht die notwendigen *.rar Pakete erzeugt auf die ich gewartet hatte.

Ich habe ein wenig in der offiziellen FAQ gestöbert dort allerdings nur den Tipp gefunden dass man kürzere Dateinamen verwenden sollte wenn dieser Fehler auftritt. Da das in meinem Fall nicht sein konnte und ich keine Lust hatte die Dateien nochmals zu laden (und vor allem nicht wußte ob das überhaupt was bringt) habe ich eine Software gesucht die meine Part Dateien manuell dekodiert.

Ich bin auf das Tool UUD64 für Windows gestossen und konnte die Pakete problemlos zusammenführen.

Die Bedinung des Tools ist denkbar einfach. Man öffnet die *.part Dateien, erhält ein Output File und extrahiert dieses dann an die gewünschte Stelle.
Offensichtlich hat zumindest die freie 0.25er Version von Alt.Binz die ich benutze ein Problem mit einzelnen größeren ISOS oder RAR Dateien.

UUD64 gibt es in 32bit oder 64bit als Installer oder in einer praktischen Portable Version auf http://www.marks-lab.com/