Es begann mit Netbooks und Smartphones und seit Apple das iPad auf den Markt schleuderte sind Tablet PCs ganz groß in Mode und der Inbegriff der mobilen multimedialen Freiheit. Ich will mich jetzt gar nicht darüber auslassen dass es zuvor schon einige Versuche gab Tablets zu etablieren weil man, egal wie man zu Apple steht, einfach sagen muss dass der Stein mit dem iPad einfach ins Rollen kam.

Ob es den Fanboys zu verdanken ist, ob das Konzept wirklich so schlüssig ist oder ob einfach die Zeit gekommen ist. Keine Ahnung, Fakt ist wir werden nun mit Tablets überschwemmt.

Und ja, ich möchte auch eins haben. Aus Prinzip soll es aber kein iPad sein. Ich will etwas das sich von der Masse abhebt und in jedem Fall dem iPad überlegen ist.

Gründe gegen Apples mutiertes iPhone fallen mir nämlich zigfach ein. Es soll eine multimediale Schaltzentrale sein, doch:

- ich kann keine externen Datenträger anschliessen um Filme, Musik oder Bilder zu geniessen
- ich soll damit im Internet surfen doch sehe auf jeder zweiten Seite nur weiße Flecken weil kein Flash unterstützt wird
- ich soll meine Bilder damit verwalten und bearbeiten aber kann meine Kamera nicht anschliessen
- ich soll Musik geniessen habe aber Mono Lautsprecher
- ich soll entspannt die kleinen täglichen Aufgaben bewältigen können aber kann nichtmal E-mails checken während ich Musik höre da kein Multitasking
- ich kann keine Videotelefonie oder Visual Chats machen da keine Kamera vorhanden ist
- ich kann nicht ordentlich lesen weil es mit einer Hand schlecht zu halten und zu bedienen ist

Die Liste liese sich noch fortsetzen. Stichwort HDMI, Akkulaufzeit .. aber ich schweife von meinem eigentlichen Thema ab.

Hintergrund ist nämlich ich hätte gern ein Tablet um digital Zeitschriften und Bücher zu lesen. Klar, es gibt dafür spezielle Lösungen die mit Sicherheit genau für diesen Zweck absolut optimal sind wie z.B. das Kindle von Amazon aber wenn ich mir schon ein Tablet leiste dann soll es doch noch mehr können.

Viele Geräte sind momentan in der heißen Phase. Blackberry arbeitet an einem Gerät, der Netbook Erfinder Asus hat das eee Pad, Archos ist mit ihren günstigen Internet Tablets aufm dem Markt, 1&1 hat den größten Neukundenzuwachs bei DSL Anschlüssen seit sie ihr Tablet als Dreingabe anbieten und jeden Monat hört man neue Gerüchte über Pads von Google und Co.

Jedes auf seine Art interessant und mit Sicherheit ein wenig inspiriert vom Apfel. Für mich kommen aber was die reinen Tablets angeht nur 2 Geräte in die engere Auswahl.

Zum einen das Galaxy Tab von Samsung und vor allem das WeTab aus deutschen Landen. Momentan führt in meiner Gunst das WeTab aber da beide Tabs noch nicht verfügbar sind wird sich der Kampf erst entscheiden wenn beide Geräte wirklich endgültige Marktreife erlangt haben.

Vor kurzem allerdings bin ich auf ein ganz anderes Konzept gestossen und zwar entwickelt vom Hersteller des ersten Notebooks überhaupt, von Toshiba. Genauer gesagt auf zwei Konzepte.

Cloud Computing:
Wenn man von Cloud Computing spricht, also vom Arbeiten in der Wolke, meint man das Arbeiten im Internet. Das heißt die Daten werden nicht mehr lokal auf einem Gerät hinterlegt und sind nur dort nutzbar sondern quasi von überall zu erreichen. Das Konzept ist schon seit Jahren im kommen und ist eine logische Alternative und auf jeden Fall die Zukunft. Es ist ein modernes Grundbedürfnis seine Daten überall und jederzeit verfügbar zu haben und diverse Dienste wie Dropbox synchronisieren Daten bereits von Smartphone, Laptop, Heim PC und Arbeitsplatz.
Zu Beginn des Computerzeitalters war Hardware teuer und Terminals waren weit verbreitet, dann wurde Hardware günstig bzw. billig aber die Bandbreite der Netzanbindung war zu gering für die Datenfluten und die Entwicklung ging auf Lokale Speicher und Verarbeitung. Mittlerweile, unnötig zu erwähnen, ist die Bandbreite enorm und wird ständig ausgebaut und so werden und sind Online Anwendungen und Online Festplatten schon fest etabliert.
Mit den Smartphones hat sich dieser Trend gekrönt. Die kleinen Geräte sind zwar teilweise ganz schön leistungsstark aber die meisten Anwendungen sind trotzdem zu rechenintensiv und werden deswegen auf einem entfernten Server ausgeführt. Die Geräte haben nur die Aufgabe die Eingabe zu erfassen, weiterzuleiten und das Verarbeitete wieder auszugeben. Als Beispiel sei hier Spracherkennung (z.B. Dragon Dictation auf dem Iphone), Online Bildverarbeitung (z.B. Picnik) oder die Sprachsteuerung und Stimmanalyse (z.B. Google Voice Actions auf Android) genannt.
Viele ganz klassische Anwendungen werden ja bereits selbstverständlich online genutzt wie E-Mail Web Interfaces oder Browserspiele. Viele andere Anwendungen wie Office Anwendungen sind seit Jahren verfügbar und werden immer beliebter.

ChromeOS von Google hat sich diesen Umstand zu nute gemacht und bietet ein Betriebssystem an was keinerlei Daten lokal ablegt sondern alles Online verwaltet. Noch immer nur in der Beta Version vorhanden und meiner Meinung nach keine ernsthafte Alternative. Das System ist einfach zu schlecht/unschön umgesetzt. Aber die Richtung stimmt und die Vorteile liegen auf der Hand.

-Die Hardware muss nicht viel leisten und somit erhöht sich die Akkulaufzeit massiv
-Die Daten sind überall auf der Welt (Internetzugang vorausgesetzt) erreichbar

Wer wie ich natürlich stets auf Sicherheit und Datenschutz bedacht ist bekommt erstmal kalte Füße aber vermutlich sichert man seine Daten um einiges besser wenn man nicht dem Irrglauben unterliegt seine Daten seien auf der heimischen Festplatte sicher. Auch virtuelle Festplatten und Punkt zu Punkt Verbindungen kann man verschlüsseln. Natürlich ist es trotzdem etwas anderes aber um das Thema Cloud kommt man nicht rum, da hilft alles nicht.

Toshiba hat eben mit dem Toshiba AC100 genau so ein Gerät herausgebracht. Es hat Quasi SmartPhone Funktionalität aber in einem Netbook verpackt. Mein Favorisiertes Betriebssystem Android dient als Kern dieses Geräts. Neben den genannten Vorteilen ist ein ganz starkes Argument für so ein Gerät das entfallen der Bootzeiten. Das heißt man hat das Gerät und seine Anwendungen sofort verfügbar.

Für mich ist das ganz klar die neue Generation der mobilen Geräte und wird in Zukunft die herkömmlichen Netbooks und Notebooks ablösen. Die Abdeckung mit 3G Standard wie UMTS sowie Hotspots und WLans sind nahezu flächendeckend zu erreichen und werden ständig ausgebaut.
Das Ablösen unserer Heim- und Büroarbeitsplätze wird noch dauern aber mit Sicherheit kommen, der Übergang wird fliessend sein und die Cloud Anwendungen immer mehr in den Alltag vordringen.

Dual Display:

Ein weiteres Konzept das meine Aufmerksamkeit geweckt hat ist der vorgestellte Libretto W100 der sich eher an den Tablets orientiert aber trotzdem mit einem angepassten und für Fingerbedienung optimierten Windows 7 daherkommt. Das außergewöhnliche und interessante an diesem Gerät ist das Dual Display Konzept. Das heißt das Gerät läßt sich wie ein Buch halten, wie ein Netbook hinlegen oder wie ein Tablet aufklappen. Das ganze sieht wirklich sehr gut durchdacht aus überzeugt mich komplett. Auch das verwendete OS macht in diesem Fall Sinn da es für herkömmliche Anwendungen konzipiert wurde und somit äußerst flexibel ist.

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