Wie klein dürfen Computer eigentlich werden?

Ich habe mich vorhin einmal umgesehen was es für Mini PCs gibt und bin auf einige interessante Teile gestossen. Die Anwendungsgebiete sind zwar in der Regel die Industrie aber auch für den Heimgebrauch werden die kleinen Micro PCs immer interessanter.

Zum einen gibt es natürlich solche perversen Teile wie den Picotux dessen Einsatzgebiet stark beschränkt ist da in seinem Inneren eine ARM-7 CPU mit 55MHz in Kombination mit einem 8 MB SD RAM und einem 2 MB Flash Speicher zu Gange ist. Dafür ist dieses Gerät auch nur unwesentlich größer als eine RJ45 Buchse. Ganz genau sind die Maße 35 x 19 x 19 mm. Scheint rekordverdächtig. Als Betriebssystem ist eine Linuxdistribution Namens BusyBox installiert. Das Gerät wiegt 18 Gramm und ist für schlanke 100$ zu haben.

Da kommt der japanische SpaceCube doch noch ein bisschen interessanter daher. Mit seiner Größe von  5,33 x 5,33 x 4,57 cm fällt er zwar etwas größer aus als der Picotux kann dafür aber auch mit wesentlich besseren technischen Spezifikationen trumpfen.

So werkelt im Inneren eine 300MHz CPU die 64MB DDR RAM verwaltet. Außerdem verfügt der kleine Würfel über einen USB Anschluss, SD Cardreader, Ethernet, RS232, DSUB und Audio Aus- sowie Eingang. Als besonderes Bonbon hat er auch einen Anschluss den die wenigsten kennen werden und zwar den sogenannten SpaceWire Port. Dieser ist für Meßinstrumente in Raumfahrzeugen entwickelt worden und daher in weltlichen Büros vielleicht eher selten anzutreffen. Die Firma Star Dundee stellt solche Geräte her. Der SpaceCube wurde aber tatsächlich ursprünglich für die Weltraumfahrt entwickelt was aber nicht heißen soll dass man ihn nicht zweckentfremden darf. Als Betriebssystem ist hier natürlich wieder ein Linux vorzufinden diesmal allerdings ein RedHat. Der Rechner verbraucht zwar nur 5 Watt Strom aber was man daran spart legt man bei der Anschaffung dafür doppelt drauf. Mit einem Preis von 1900€ ist er nicht gerade ein Schnäppchen.

Einen Test und einige mehr Bilder sind bei PCPro zu finden.

Wenn man dann nochmal ein wenig mehr möchte dann kann man sich die EBOX von Asus ansehen. Mit Maßen von 223 x 178 x 16mm ist dieser PC aber doch ein gutes Stück größer. Dieser PC gehört zur EEE Reihe und wird eine CPU aus der Atom Reihe haben, und zwar den Intel Atom N270 (1.6 GHz, FSB 533). Außerdem verfügt das System über eine 80GB / 160GB 5,400 U/min Festplatte und 1GB / 2GB RAM der auf einem S0-Dimm sitzt. Gigabit Lan ist onboard und auch ein DVI Anschluss ist vorhanden.  Als Betriebssystem ist ein Xandros Linux vorinstalliert oder aber Windows XP. Das Gehäuse wird in schwarz und in weiß verfügbar sein. Der Verkaufsstart zieht sich schon seit einigen Monaten man kann sich allerdings bei diversen Händlern bereits für das Produkt vormerken. Laut Asus soll das Gerät Ende diesen Monats auf dem deutschen Markt erscheinen.

Die Preise unterscheiden sich hierbei je nach Ausstattunsmerkmalen. Die Linux Version mit 1GB Ram und 80GB HD soll um die 170€ kosten, für die Linux Version mit 2GB Ram und 160GB  HD sollen 190€ anfallen. Die Windows Variante soll ebenfalls 190€ kosten allerdings muss man sich dort auch mit 1GB Ram und 80GB Festplatte begnügen.

Nochmal etwas ganz anderes ist der JackPC. Sieht aus wie eine Unterputzdose und wird auch genau so verbaut. JackPC steckt man einfach in eine Standard Wand Port und stöpelst dann daran Maus, Tastatur und Monitor an. Fertig ist der PC. Vorausgesetzt man entscheidet sich nicht für die Kabellose Variante. Dieser “Wand PC” ist in 3 Versionen verfügbar. Die CPU reicht von 800MHz bis 1,2GHz. Als Betriebssystem ist ein Windows CE installiert. Strom bekommt Jack je nach Ausstattung direkt über das Ethernet oder über einen Netzstecker. In der einfachsten Version bekommt man eine 800MHz CPU, 32MB Flash Speicher und 64MB RAM und 4MB Grafikspeicher. Der Preis liegt hier bei ca. 350€. Für die anspruchsvolleren Konfigurationen muss man bis zu 600€ bezahlen bekommt dafür aber eine 1,2GHz CPU, 64MB Flash Speicher, 128MB RAM und 8MB Grafikspeicher sowie einen DVI Anschluss.

So nett die kleinen Dinger auch sind.. wer vorerst trotzdem bei seinem Midi Tower bleiben möchte dem kann ich das auch nicht verübeln.

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