Projekt HTPC – Hardware

Ziel ist es eine Multimedia Zentrale vom allerfeinsten zu erstellen. Es soll möglich sein darüber per Digitalem Kabel (KabelBW) hochauflösend TV und Pay TV zu sehen inklusive Timeshift und Aufnahmefunktion, Filme und Musik anspruchsvoll zu verwalten und wiederzugeben, Audio- und Videostreams wiederzugeben und “Couchsurfing” zu ermöglichen.


Das ganze soll natürlich möglichst stylisch unter meinen 40″ LCD TV (Samsung LE40A656) passen und sich nahtlos ins Wohnzimmer einfügen. In naher Zukunft soll noch ein Verstärker angeschlossen werden und ein nettes 7.1 Set meine aktuell 5.1 Anlage ersetzen.

Nach ausgiebiger Recherche habe ich die für mich optimalen Komponten gefunden. Ich habe nach 3 Kritierien gefiltert.

1. Preis
2. Lautstärke
3. Performance

Gehäuse: Antec Fusion Remote schwarz/silber
Mit seinem Design im HiFi Look, der Aluminiumfront, dem großen LCD und dem Drehregeler zur Regulierung der Lautstärke ist dieses Gehäuse schon rein optisch genau das wonach ich gesucht habe. Doch das allein war nicht kaufentscheident für mich. Vor allem die inneren Werte wissen zu überzeugen.

Das Innere ist in 3 Zonen aufgeteilt was natürlich das verbauen und erreichen der Komponenten erleichtert aber vor allem die Thermik im Gehäuse extrem verbessert. Durch die Möglichkeit der Anbringung von zwei 120mm Lüftern kann die Wärme optimal abtransportiert werden.
Neben der Möglichkeit des externen 5 1/4″ Laufwerks, in welches ich ein Blu-Ray Laufwerk verbaut habe, nimmt das Gehäuse zwei 3,5″ Datenträger auf. Diese Einschübe sind Silikon gepuffert und absorbieren jegliche Schwingungen augenblicklich.

Zum Funktionsumfang gehört außerdem eine Fernbedinung die allerdings im späteren Betrieb noch ersetzt werden wird.

Mainboard: MSI 785GM-E65

Da das Gehäuse dank der kompakten Bauweise nur mit µATX Mainboards bestückt werden kann und das für meine Zwecke natürlich bestens geeignet ist, habe ich mich für das MSI 785GM-E65 entschieden weil es onboard einfach alles mitbringt was ich benötige.

Dazu gehören neben den Standards vor allem HDMI (dank interner Radeon HD 4200), eSATA, 7.1 Audio, DDR3 und natürlich AM3 Sockel.

CPU: AMD Athlon II X2 240e, 2x 2.80GHz

Es hätte keinen Sinn ergeben einen Prozessor zu wählen der mehr als 2 Kerne hat da diese für die geforderten Aufgaben meistens im IDLE wären. Absolut ausreichend und ein super Preis/Leistungs Verhältnis.

RAM: G.Skill RipJaws DIMM Kit 4GB PC3-10667U CL9

Hier war ich lange am überlegen habe mich aber für den RipJaws entschieden weil er laut vielen Testberichten schnell ist und recht günstig im Preis.

System SSD: Kingston SSDNow V-Series 40GB 2.5″ SATA II

Als System Platte habe ich eine SSD verbaut. Die Technik ist die Revolution des Festplattenmarktes nur leider noch ein wenig teuer. 40GB müssen daher als Systempartition ausreichen. Da ich ein Windows 7 installiert habe und außerdem nur einen Virenscanner, Browser und wenige Tools ist das durchaus zu verkraften. Hier wäre eine Intel mit Sicherheit die Leistungsstärke Variante gewesen aber das spare ich mir für meinen “Office” PC auf.

HDD: WD Caviar Green 1500GB SATAII 32MB 3 Plattern

Als internen Datenspeicher habe ich mich doch recht schnell für die Caviar Green entschieden. Ich betreibe bereits in meinem PC eine Western Digital Caviar Black 1TB und bin dort mit der Geschwindigkeit und Lautstärke voll zufrieden.
Die Caviar Green in dieser speziell aussortierte 3 Plattern Version ist schnell, leise aber trotzdem sparsam was sich in der Hitzeentwicklung auswirkt. Da die ordentlich was zu tun bekommt war mir das sehr wichtig.

externe HDD: WD MyBook

Als externe Datenträger kommen 2 Western Digital myBooks mit 500GB und 1TB zum Einsatz. Zukünftig wird noch eine 2TB HDD via eSATA angeschlossen.

CPU Kühler: Scythe Ninja Mini Rev. B

Aufgrund der intelligenten Gehäusearchitektur und der 2 Gehäuselüfter ist es möglich den X2 passiv zu kühlen. Genau aus diesem Grund habe ich mich für den Scythe entschieden da er für diesen Betrieb wie geschaffen ist.

Gehäuse Lüfter: 2x Blacknoise NB-Multiframe MF12-S1, 120x120x25mm

Diese beiden 120mm Lüfter ersetzen die vorinstallierten Gehäuselüfter. Sie sind selbst bei voller Drehzahl absolut lautlos.

Netzteil: Enermax ECO80+ 350W ATX 2.3

Dieses Netzteil hat 3 entscheidende Vorteile. Zum einen ist es auch flüster leise da AirGuard hier zum Einsatz kommt, außerdem hat es eine perfekte Eigenkühlung und als Bonbon ist es sehr effizient also Energiesparend. Hier war das Hauptkriterium die Lautstärke.

Optisches Laufwerk: Blu-Ray LiteOn iHOS104, SATA

Ich habe anfänglich etwas gezögert aber mich dann doch gegen einen Brenner entschieden. Die Technik ist noch zu unausgereift und wenn ich mir überlege wie selten ich sogar DVDs brenne dann wäre die Investition in einen Blu-Ray Brenner nicht sinnvoll. So bin ich gewappnet und kann alles reinschieben und falls ich doch mal einen Brenner benötige werde ich den in den Office PC einbauen.

Video Capture Card: Terratec Cinergy C HD inkl. CI-Modul

Bei dieser Karte scheiden sich die Geister. Ich habe gelesen sie soll im Vergleich zu anderen Karten lange Umschaltzeiten haben was mir ein Kollege bestätigen konnte aber alles in allem denke ich ist sie die beste Alternative was Bildqualität und Ausstattung angeht. Außerdem konnte ich sie günstig über Ebay erwerben was letzten Endes kaufentscheident war. Um meine KabelBW Karte zum laufen zu bringen brauche ich außerdem das GIGA-TWIN Cam Blue Modul.

Die Hardware wäre damit vorerst komplett. Über eine geeignete Fernbedienung habe ich bereits nachgedacht bin aber noch nicht zur endgültigen Entscheidung gekommen. Momentan verwende ich die Versis RM200 die bei dem Antec Fusion dabei war.

Anmerkungen:

Der Zusammenbau verlief alles in allem relativ problemlos. Teilweise ist es schon etwas eng und beim Einbau der TV-Karte muss das Kabelmanagement wohl überlegt sein, es ist aber nicht so dass der Platz zu knapp wäre. Auch 4 der insgesamt 5 SATA Anschlüsse sind nur seitlich vom Board erreichbar weswegen man zwingend die abgewickelten SATA Stecker benötigt.

Was ich allerdings beim Planen nicht beachtet hatte war dass das Mainboard nur einen SysFan Anschluss hat. Da ich die CPU Passiv kühle konnte ich glücklicherweise für den zweiten Gehäuselüfter auf den CPUFan ausweichen.

Für die SSD HDD musste ich noch einen Einbaurahmen besorgen. Ich hatte darauf spekuliert dass man sie vielleicht trotz der 2,5″ Größe im Gehäuse befestigen kann, dem war nicht so.

Mehr als 2 (maximal 3) Speicherriegel sind aufgrund des verwendeten CPU Lüfters auch nicht zu verbauen. Ist aber auch nicht notwendig. 4GB sind definitiv ausreichend für dieses System.

Bilder:

lpwafko22ovixrtuis.jpg

uhb8y03osqh366obhm.jpg

c7iweb6i2tckvwgj7pno.jpg

i9htq4qlqremk7vsc1h.jpg

wpddaiveogugasjhzfq5.jpg

tdylpet861fg8qfhjjs.jpg

d1cqf1m99o4f48olxhh.jpg

y24bu3zx7hs74zf6q1bh.jpg

Fazit:

Abschließend kann ich sagen es hat alles genau so geklappt wie gehofft. Das System ist verdammt schnell (von Anschalten bis fertig geladenes MediaPortal ~ 10 Sekunden) und absolut lautlos. Ich muss mein Ohr schon direkt auf das Gehäuse pressen damit ich hin und wieder die Festplatte hören kann. Wenn sich nicht absolut drauf konzentriert ist nichts zu hören.

Im nächsten Artikel werde ich mich dann mit der Installation und Konfiguration des HTPC beschäftigen. Ich kann schon soviel verraten, es ist mit Sicherheit einen eigenen Post wert.

Das könnte dich auch interessieren:

    None Found