Da unsere gängigen IPv4 Adressen 1973 entwickelt wurden als man noch nicht absehen konnte wie viele eindeutig zugewiesene Adressen man heutzutage und in Zukunft benötigt ist es leicht nachvollziehbar dass diese mittlerweile immer knapper werden. Die USA beispielsweise kontrollieren 74% aller IP Adressen (IPv4) wohingegen China nur auf ungefähr so viele wie der Campus der Universität von Kalifornien Zugriff hat. Darauf möchte ich auch gar nicht weiter eingehen denn das wird an anderer Stelle besser und ausführlicher Beschrieben als ich es hier tun könnte.

Zum besseren Verständnis habe ich dennoch hier einige grundlegende Dinge zusammengefasst.

Hier soll es aber um einen praktischen Nutzen gehen den man aus den IP Adressen der “Next Gerneration” ziehen kann. Um genau zu sein um das UseNet.

Normalerweise haben Binary UseNet Server kostenpflichtige Zugänge, es gibt aber einige die eben diese Zugänge kostenlos anbieten. Der Haken ist nur dass diese nur über IPv6 zu erreichen sind. Um also in den Genuss dieser Vorzüge zu kommen muss man zuerst einmal IPv6 auf seinem Rechner aktivieren.

Um unter XP IPv6 zu aktivieren muss dass ServicePack 2 installiert sein. Ist dies vorhanden kann man in der Konsole die sich mit “Start – Ausführen – cmd” öffnen läßt folgenden Befehl eingeben

ipv6 install

Anschliessend ist IPv6 auf dem Rechner installiert und kann grundsätzlich verwendet werden. Kontrollieren kann man das indem man ipconfig eingibt und sich die Ausgabe ansieht. Es sollte jetzt zu der IPv4 Adresse zusätzlich eine IPv6 Adresse erscheinen und der Teredo Tunneladapter [1] ist aktiv.

Die Verbindung kann man mit Eingabe von netsh interface ipv6 show interface kontollieren.

Teredo ist die Microsoft eigene Tunnelsoftware um IPv6 über einen IPv4 Tunnel zu nutzen. Ich empfehle allerdings nicht diesen Tunnel zu verwenden sondern sich bei SixXs zu registrieren.

Die Anmeldung ist kostenlos aber nicht Anonym. Man muss seine echten Daten eingeben und steht dann auch in einer Datenbank. Das heißt man kann mit einer Art Whois Abfrage ähnlich wir bei Denic identifiziert werden.

Man bekommt eine Mail zugeschickt die man verifizieren muss und erhält wenig später sein Benutzername samt Passwort.

Anschliessend loggt man sich ein und erstellt einen Tunnel indem man “Request Tunnel” auswählt. Es stehen 3 Tunnelarten zur Auswahl, welche der Richtige für seine jeweiligen Ansprüche ist muss man selbst entscheiden. “Heartbeat” ist für Dynamische Adressen aber ohne NAT, “Static” ist für feste Adressen ohne NAT und das in den meisten Fällen zutreffende sollte “Dynamic NAT – traversing IPv4 Endpoint using AYIYA” sein.

Man trägt noch seine Stadt ein und erhält eine Liste der nächstgelegenen PoPs. Nach der Eingabe warum man sich für diesen Tunnel entschieden hat kann man diese Anfrage mit “Place request for new Tunnel” abschliessen.

Nach einiger Zeit erhält man erneut eine E-Mail mit den benötigten Daten.

Man benötigt nun AICCU (Automatic IPv6 Connectivity Client Utility). Nach erfolgreichem Download und Starten des GUI/Service werden Login Daten abgefragt. Hier trägt man seine SixXs Login Daten ein und unter Host “tic.sixxs.net“. Im nächsten Fenster bestätigt man seinen Tunnel und nach einem Klick auf “enable” ist der Tunnel aktiv.

Das könnte dich auch interessieren:

    None Found