Eine kurze unvollständige Gegenüberstellung der beiden Protokolle die nur grob die wichtigsten Punkte anschneidet.

Weiterführende Links die sich mit diesem Thema beschäftigen kann man unten finden

IPv4: (Bsp.: 192.168.0.110)

  • 32bit Adressen = 2^32 = 4.294.697.296

 
IPv6: (Bsp.: 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344)

  • 128bit Adressen = 3,4*10^38 = 340.282.366.920.938.463.463.374.607.431.768.211.456

 
Man sieht also direkt das eine enorme Vielzahl von Adressen möglich sind. Ob diese Adressen wirklich so dringend nötig sind sei einmal dahingestellt aber wenn man sich die Entwicklung ansieht kann man feststellen dass die Tendenz natürlich dahingehend geht dass immer mehr Geräte eine eigene Adresse beanspruchen. So werden in Zukunft auch Handys, PDAs, Autoradios, Navigationssysteme und auch momentan exotische Anwendungsmöglichkeiten wie Einkaufswägen und allerlei Gebrauchsgegenstände an das Internet Anschluss finden. Für diesen Trend möchte man gewappnet sein.

Ein weiterer Grund für IPv6 ist nicht unbedingt die Adressknappheit sondern auch die ungleiche Verteilung. So hat Asien enorm wenig Adressen zur Verfügung und wird deswegen sicherlich Vorreiter bei der Einführung von v6 sein.

Durch die Verwendung von IPv6 ist auch ein effizenteres Routing möglich da die Header nun eine feste Größe haben und nicht alle Optionen im Header hinterlegt sind. Stattdessen wird bei Optionen auf den nächsten Header verwiesen. Bei IPv4 sind alle Informationen in jedem Header was einen größeren Zeitaufwand bei der Verarbeitung zur Folge hat.

IPSec, eine Sicherheitsarchitektur für IP Verbindungen ist ebenfalls Bestandteil von IPv6 und entspricht etwa dem SSL bei IPv4. Bietet jedoch eine noch höhere Sicherheit.

Ein großer Unterschied zu den bisherigen Klassentypen ist dass es bei IPv6 Adresstypen gibt. Man unterscheidet zwischen 3 Typen.

  • Unicast: entspricht einer 1:1 Kommunikation
  • Multicast: entspricht einer n:m Kommunikation
  • Anycast: entspricht einer 1:1-n Kommunikation

 
Da man das Internet aufgrund seiner Größe und Vielschichtigkeit nicht ohne weiteres auf ein neues Protokoll umstellen kann wird dieser Prozess schleichend passieren. Es handelt sich um eine sogenannte “sanfte Migration“. Das bedeuted dass auf einen langen Zeitraum hin alle auf IPv6 aufgerüsteten Router, Server und Rechner auch über das IPv4 Protkoll erreichbar bleiben. Man spricht hier ganz allgemein von “Interoperabilität” und im speziellen von “Dual-Stack“.

Weiterführende Links zum Thema IPv6:

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