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Anonym im Internet: Anonymizer, Proxy und Tor

Ich möchte an dieser Stelle eine kleine Übersicht geben wie man sich im Internet weitestgehend anonym bewegen kann. Gleich zu Beginn möchte ich aber darauf hinweisen dass völlige Anonymität nur mit großem Aufwand zu realisieren ist.

Da jeder der sich im Internet aufhält die Verbindung über einen Provider herstellt und jeder Provider einen bestimmten IP-Range, also Adressbereich, zugeteilt bekommen hat wovon er eine Adresse dynamisch dem Kunden zuweist und diese auch für jedermann einsehbar ist und die Provider ausserdem verpflichtet sind die personenbezogenen Daten mindestens 6 Monate zu speichern (Vorratsdatenspeicherung), kann man innerhalb diesen Zeitraums jede aufgerufene Seite oder jeden in Anspruch genommenen Dienst (Mail, ICQ, FPT etc.) einer Person lückenlos nachweisen. Folgt man einem Link auf einer Seite sieht die besuchte Seite neben Informationen wie eben der IP Adresse aus der sich der ungefähre Wohnort ermitteln läßt auch Daten wie Browser, Betriebssystem und vieles mehr.

Mann muss nicht unbedingt Dreck am Stecken haben um das mit Mißmut zu sehen. Schliesslich läuft man auch nicht ständig mit einem Schild in der Gegend herum auf dem steht wie man heißt, wo man wohnt, wo man gerade war und wo man hin will.
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Ghostnet, ein Spionagenetzwerk

Die Rechner von Botschaften, Außenministerien, der Nato und sogar des Daila Lama wurden ausgespäht. Der Betreiber des Netzwerkes ist zur Stunde noch unbekannt die ersten Ermittlungen ergaben allerdings dass die Rechner die hauptsächlich für den Angriff genutzt wurden in China stehen. Das Chinesische Konsulat dementierte jedoch sofort irgendetwas mit dieser Spionage Aktion zu tun zu haben. 1295 Rechner in 103 Staaten sollen laut dem Munk Center for International Studies mindestens betroffen sein. Hauptaugenmerk des Angriffes galten den Regierung von Süd- und Südost Asien es sind aber ebenfalls Rechner in Brüssel, London und New York befallen. Das Netzwerk ist noch immer aktiv und bietet Möglichkeiten zur Auslesen von Kameras und Mikrophonen so dass auch eine Raumüberwachnung zur Stunde nicht ausgeschlossen werden kann.

Das Netzwerk soll über einen Zeitraum von 2 Jahren aufgebaut worden sein und wurde entdeckt als die Mitarbeiter des Dalai Lama die Kanadier gebeten hatten ihre Rechner auf schädliche Software hin zu untersuchen.

Es ist erstaunlich mit welcher Hartnäckigkeit die Cyberkriminalität zu- und welche Formen diese mittlerweile annimmt. Ich bin doch ein wenig verwundert dass dieses Spionagenetzwerk so lange unentdeckt bleiben konnte, immerhin wurden hier einige Computersysteme ausgespäht die über einen hohen Sicherheitsstandard verfügen sollten.

Quellen:
Tagesschau
News Daily

Zensur in Deutschland – Provider filtern das Internet

Letzte Woche hat Familienministerin von der Leyen die Sperrung von Internetseiten die Kinderpornografische Bilder zum Inhalt haben gefordert und mit radikalen Mitteln demonstriert wie leicht man diese besuchen kann. Und erst vor ein paar Tagen tauchte die australische Internetzensurliste bei Wikileaks auf und wir alle haben den Kopf geschüttelt als wir die Liste gelesen haben. Was für Seiten sollten da teilweise bitte geblockt werden? 2.395 Webseiten und selbst wenn ich für die Zensur wäre hätte ich wohl kaum mehr als eine handvoll gefunden die es Wert wären sie zu blocken. (Natürlich habe ich nicht alle Seiten gesichtet) “Zum Glück kann uns sowas in Deutschland nicht passieren” habe ich mir, und einige andere sich sicher auch, gedacht. Doch für Wikileaks nahm das ganze kuriose Formen an als gestern Abend die Wohnung des Domaininhabers durchsucht wurde.
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