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Googlen ist das Wort des Jahrzehnts

Was hab ich mich schon über Google aufgeregt, über diese Monopolstellung im Suchmaschinenbereich und über all die Services die sie auf den Markt bringen die allesamt einschlagen wie ein Bombe?

Ich habe gewarnt davor sich seine kompletten Mailverkehr an sein G-Mail Konto weiterzuleiten um dort alles zentral zu verwalten, gleichzeitig den Google Kalender zu nutzen, mit Google Maps seine Route zu planen und seine Einkäufe mit der Produktsuche zu organisieren. Man übersetzt seine Texte und erstellt online komplette Office Dokumente. Man hostet seinen Blog bei Google und durchsucht natürlich damit das Internet. Aber verdammt nochmal.. Es ist einfach bequem und diese Firma hat einfach ein gewissen Händchen was Marketing angeht.

Über das Google Imperium werde ich mich ein anderes Mal auslassen. Das steht ohne hin schon lange auf meiner ToDo Liste aber heute möchte ich nur darüber schreiben das “googlen” bzw “to google” in den USA zum Wort des Jahrzehnts gewählt wurde.

Vermutlich nicht zu unrecht. Denn mal Hand aufs Herz – Heute schon gegoogelt?

Google zeigt seine Serverfarm

Bisher hat uns Google zwar seine Büroräume in Zürich, Hamburg, China und New York gezeigt. Googles Server waren aber immer ein gut gehütetes Geheimnis.

Nun aber durften Journalisten des Medienunternehmens CNET die “heiligen Hallen” besuchen.

Wie die wenigsten überraschen dürfte werden bei Google keine Serversysteme von Dell oder HP genutzt sondern selbst entwickelt und gebaute Server. Ben Jai der größtenteils für die Entwicklung zuständig ist hat nun vor den wissbegierigen Journalisten einen dieser Server Marke Eigenbau geöffnet und einige grobe technischen Details bekanntgegeben. Die besagten Server (Manhattan Project) wurden 2005 entwickelt und befinden sich mittlerweile in der 7. Generation.

Die Server messen 2HE (Höheneinheit), haben 2 Prozessoren, 2 Festplatten und können 8 Speicherriegel fassen, das Mainboard ist von Gigabyte. Die Plattform basiert auf x86er Architektur mit CPUs sowohl von Intel als auch AMD. Die Server sind in Racks angebracht und diese sind in Containern wie sie bei der Schiffsfahrt oder auf LKWs üblich sind untergebracht. Ein Container fasst 1160 Server. Eine Spezialität der selbstgebauten Server sind 12 Volt Netzteile mit integrierter Batterien die die Stromversorgung sicherstellen sollen bevor die USV anspringt. Dies ist auf Kosten- und Platzgründe zurückzuführen da man dadurch Zentralisierte USV Anlagen einspart und hat außerdem Effizienz Gründe. Auch wenn dieses built-in-battery Design von Google patentiert wurde könnten sie sich vorstellen dies auch zu lizensieren. Die für viele Komponenten benötigten 5V Spannung werden durch einen integrierten Wandler bereitgestellt so dass die Netzeile optimal ausgelastet werden können. Ein Container verbraucht 250 Kilowatt Strom.

Die gesamte Anlage hat einen PUE Wert von 1,19.

Schade dass nicht genauere Details über die verwendeten Komponenten wie CPU Takt, Speichergröße, Speicherkapazität etc. in der Quelle stehen. Außerdem hätten mich die gesamt Anzahl der Container interessiert.

Ergänzung:
Wie ich mittlerweile lesen mußte sind diese Informationen leider nicht sehr aktuell sondern augenscheinlich eine der ältesten Designs die Google noch in Betrieb hat wie dieser Blog zu berichten weiß.

Quelle:
Cnet mit weiteren Bildern
Heise

Konkurrenz für Google – Wolfram Alpha, die Antwortmaschine

Suchmaschine war gestern. Das Mathegenie Stephen Wolfram aus England möchte mit seiner Antwortmaschine im Mai diesen Jahres das Suchen nach Informationen revolutionieren.

Das Vorhaben ist ehrgeizig und nicht einfach zu realisieren. Die von dem renommierten Mathematiker und Physiker entwickelte Antwortmaschine wird anders als herkömmliche Suchmaschinen nicht Internetseiten nach Phrasen oder Texten durchsuchen sondern anhand einer eigenen Datenbank Bezüge und Relationen herstellen. Einhundert Mitarbeiter sind ständig damit beschäftigt Daten, Fakten und Zusammenhänge genaustens zu prüfen und im System zu hinterlegen. Es ist ein Versuch eine Art künstliches Gehirn zu entwickeln das anhand der bekannten Informationen Benutzerfragen individuell beantwortet.

Ich werde das Projekt im Auge behalten und in Kürze noch einige Fakten dazu nachreichen.

Die “Antwortmaschine” ist hier zu erreichen. Ebenfalls auf dem neuesten Stand halten kann man sich durch besuchen des Entwickler Blogs.

Google schlägt wieder zu – Milliarden Schaden durch automatisierte Nachrichten

Google News durchsucht mehrer tausend Nachrichtenquellen vollautomatisch und publiziert die gefundenen Nachrichten dann auf der eigenen Plattform. Sobald die Nachrichten dort veröffentlich wurden werden sie je nach Häufigkeit der Verlinkung und der Aufrufe in die Chart Liste aufgenommen und erscheinen dementsprechend weiter an der Spitze was wiederum zu häufigeren Aufrufen führt.

Dieses “intelligente” verwalten und generieren der Nachrichten hatte Anfang vergangener Woche  dazu geführt dass die Aktien der US Amerikanischen Fluggesellschaft United Airlines drastisch gefallen sind. Es entstand ein Schaden von über einer Milliarden Dollar. Grund dafür war eine Meldung auf Google News die aufgrund einer 6 Jahren alten Konkurs Nachricht fälschlicherweise mit dem aktuellen Datum versehen wurde.

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